Grosser Erfolg für ein aussergewöhnliches Wochenende: Die Familie Menoud hat am 20. und 21. Juni fast 13.000 Neugierige auf dem Bauernhof La Lorraine in Rueyres-Treyfayes (Greyerzerland) empfangen. Die Öffentlichkeit hatte die Gelegenheit, den grössten Milchviehbetrieb des Kantons Freiburg zu entdecken - ein Schaufenster der Landwirtschaft von morgen, zwischen Hochtechnologie, Nachhaltigkeit und Familientradition.
Eine Rekordzahl an Besuchern
"Wir hatten mit vielen Besuchern gerechnet, aber nicht mit einem solchen Andrang. Es gab eine Warteschlange vor dem Eingang und die Parkplätze waren voll!", erzählt Patricia Menoud. Mehr als 6.000 Besucher pro Tag schritten durch die Gänge des neuen Milchwirtschaftszentrums, das vor einigen Monaten nach zweijähriger Bauzeit und einer Investition von 10 Millionen Franken eingeweiht wurde.
Das Programm des Tages der offenen Tür hat ein breites Publikum angesprochen: Führungen, Melkvorführungen, eine Kantine mit 1.400 Plätzen, Animationen für Kinder... Das Ganze wurde von der Familie Menoud, ihren landwirtschaftlichen Partnern und einer Armee von Freiwilligen orchestriert.
Ein Modellbauernhof
Der Bauernhof La Lorraine beeindruckt sowohl durch seine Grösse als auch durch seine Modernität :
- 350 Kühe in Laufställen, verteilt auf drei Rassen (Holstein, Red Holstein, Jersey)
- Ein Melkkarussell mit 50 Plätzen
- Ein 24.000-Liter-Tank
- Fütterungs- und Schaberoboter
- Und vor allem 8'000m² Solarpaneele, die teilweise für den Eigenverbrauch genutzt werden
"Wir haben alles durchdacht, um die Arbeit zu erleichtern, den Komfort für die Tiere zu verbessern und unseren Energiefussabdruck zu begrenzen"erklärt Daniel. Die Automatisierung ermöglicht einen reibungsloseren Betrieb: Ein Roboter bringt das Futter, reinigt die Gänge und das Melken kann von zwei Personen durchgeführt werden.
Irische Inspiration
La Lorraine wurde nicht aus einer Laune heraus gebaut. Daniel Menoud hat sich auf mehreren beruflichen Reisen, insbesondere nach Irland, inspirieren lassen, um einen effizienten, rationellen und widerstandsfähigen Bauernhof zu konzipieren. "Wir besuchten Grossbetriebe, die sehr gut geführt wurden, und auf Arbeitseinsparungen und Tierschutz ausgerichtet waren. Das war eine echte Quelle der Inspiration".
Das Ziel ist klar: 4 Millionen Kilogramm Milch pro Jahr erreichen, mit einem Modell, das sich auf die industrielle Produktion (ohne AOP Gruyère) konzentriert, in einem geschützten Lebensumfeld.
Ein Familienabenteuer
Hinter dem beeindruckenden Werkzeug steht ein Paar, zwei Kinder und eine langjährige Leidenschaft. "Wir sind stolz darauf zu zeigen, dass es möglich ist, hier im Greyerzerland in die Zukunft der Landwirtschaft zu investieren. Und es mit der Familie zu tun." Die Ruhe, die in den Ställen herrscht, überrascht die Besucher: "Man hat den Eindruck, dass die Tiere entspannter sind als früher", bemerkt Daniel mit einem Lächeln.
Eine Botschaft für die Zukunft
Über die technische Demonstration hinaus war der Tag der offenen Tür ein Moment des gemeinsamen Stolzes. Landwirte, Nachbarn, Familien, Neugierige oder Touristen entdeckten einen Bauernhof, auf dem die Innovation im Dienste eines in der Region verankerten Berufs steht.
